ANLAGENSICHERHEIT

Praxisnahe Weiterbildung zur systematischen Risikobewertung in der Prozesstechnik – vom qualitativen PAAG/HAZOP-Verfahren bis zur semi-quantitativen LOPA zur rechtssicheren Bestimmung des Safety Integrity Levels (SIL). 

ANMELDUNG HIER IN KÜRZE MÖGLICH

Kursbeschreibung

Sicherheit ist in der Prozessindustrie kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis systematischer Analysen und rechtssicherer Prozesse. Dieses Microcredential vermittelt fundiertes Wissen über die europäischen und nationalen Rechtsvorschriften (u. a. 12. BImSchV) und befähigt die Teilnehmer zur praktischen Anwendung etablierter Methoden der Gefahrenanalyse (wie PAAG/HAZOP, LOPA). In praxisnahen Projekten wird das Gelernte direkt angewendet, um Sicherheitsprozesse ganzheitlich zu verstehen und zu gestalten.

 

Inhalte

  • Termin 1:  Einführung/Gefahrenbewertung auf Basis verschiedener Regelwerke
  • Termin 2:  Mittelbare / unmittelbare Sicherheitstechnik
  • Termin 3:  Beispiele für Risikobereiche der Prozesstechnik
  • Termin 4:   PAAG
  • Termin 5:  HAZOP / Risikograph / Risikomatrix
  • Termin 6:  HAZOP Beispiel 1
  • Termin 7:  LOPA
  • Termin 8:  Zusammenfassung, Projektarbeit - Präsentation als "Elevator+-Pitch"

 

Kompetenzen/Lernziele

Die Teilnehmer sind nach Abschluss der Maßnahme in der Lage:

  • Risiken für Mensch und Umwelt bei der Entwicklung neuer Prozesse systematisch zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren.
  • Methoden der qualitativen und semi-quantitativen Gefahrenanalyse (z. B. Risikographen, Risikomatrizen) sicher anzuwenden, zu modifizieren und im Unternehmen einzuführen.
  • den erforderlichen Safety Integrity Level (SIL) einer Sicherheitsfunktion (SIF) normgerecht zu bestimmen und den entsprechenden Nachweis zu führen.
  • komplexe R&I-Schemata (Rohrleitungs- und Instrumentenfließschemata) effizient zu analysieren und relevante Informationen für die Sicherheitsbetrachtung abzuleiten.
  • Gefahrenanalysen (z. B. HAZOP-Meetings) in heterogenen Teams souverän zu moderieren oder als Fachexperte konstruktiv zu begleiten.
  • relevante Softwarewerkzeuge (z. B. PHAWorks) zielgerichtet für die Dokumentation und Analyse einzusetzen.
  • Arbeitsergebnisse selbstkritisch zu validieren, Sicherheitskonzepte kompetent gegenüber Dritten zu vertreten und im Team konsensfähige Lösungen mit dem geringstmöglichen Risiko zu erarbeiten.

 

Steckbrief

Nächster Starttermin: in Planung

Abschluss: Zertifikat* o. Teilnahmebescheinigung

Sprache: Deutsch 

Format: online

Dauer: ca. 3 Monate

Gebühr: auf Anfrage 

*nach erfolgreicher Abschlussprüfung 

Ansprechperson

Assistentin FB AING, EQUAL Weiterbildungskoordinatorin

Weitere Informationen

Das Microcredential richtet sich an Ingenieurinnen und Ingenieure, Technikerinnen und Techniker sowie Fachkräfte aus der Prozessindustrie. Bitte beachten: das Thema Maschinensicherheit wird in diesem MC nicht behandelt.
 

Prof. Dr. Wulf Kaiser studierte Verfahrenstechnik an der RWTH Aachen, wo er auch in den Fachbereichen Chemie und Maschinenbau promoviert wurde. Nach seiner akademischen Ausbildung folgten über 17 Jahre erfolgreiche Führungserfahrung in der Großindustrie - unter anderem bei der BASF AG und  Thermoselect SA, einem Unternehmen aus dem Recycling-Sektor, wo er als CTO weltweite Projekte leitete.

Seit 2010 bringt er diese enorme Praxiserfahrung als Hochschullehrer an der Hochschule Kaiserslautern ein, wo er zudem als Institutsleiter von EQUAL die wissenschaftliche Weiterbildung verantwortet. Seine Schwerpunkte liegen in den eng miteinander verwobenen Zukunftsthemen Klimaneutralität, Big Data und Digital Twin. In den Weiterbildungsprogrammen des Instituts vertritt er federführend die praxisnahen Microcredentials Anlagensicherheit und Recycling.

Sara Sofrenic M.A.

Weiterbildungskoordinatorin

sara.sofrenic(at)hs-kl(dot)de

Tel.: 0631 3724 2053

Beratung, Kommunikation, Kursmanagement, Marketing

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